"Woher wissen wir, was wir wissen?"

Unter dem Titel „Denkwerkstatt: Grenzfragen“ startete gestern eine neue Veranstaltungsreihe. Ziel ist es, die beiden fünfstündigen Leistungsfächer Biologie und Religion miteinander ins Gespräch zu bringen. Das Konzept dazu stammt von den Fachlehrerinnen Bettina Habermann und Christine Götz. Frau Götz sagte in ihrer Begrüßung: „Das neue Format schafft einen Denkraum für große Fragen mit gesellschaftlicher Relevanz. Es geht z.B. um ethische Herausforderungen und auch um die Grundlagen unseres Wissens. Bei der Suche nach Antworten begegnen sich Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft.“ Den Anfang bildete ein Workshop für die Jahrgangsstufe 1 unter dem Titel „Woher wissen wir, was wir wissen?“ Dabei gaben Anna Kovacsics, Oberärztin am Sana-Klinikum in Riedlingen, und Lena Moeller, die kurz vor dem Abschluss ihres Theologiestudiums steht, Einblick in ihre Forschungsarbeiten. Beide haben am Studienkolleg Obermarchtal ihr Abitur abgelegt. "Die Aufgabe der Wissenschaft ist es, Wissen auf überprüfbare Weise zu erweitern." So begann Lena Moeller ihren Input. Während sie erklärte, wie in der Theologie mit Texten gearbeitet wird, wurde bei Anna Kovacsics deutlich, welche Bedeutung Datenerhebungen, Hypothesen- und Theoriebildung in der medizinischen Forschung haben. Auf dieser Grundlage konnten im Gespräch unterschiedliche Blickwinkel ebenso deutlich werden wie Möglichkeiten der gegenseitigen Wertschätzung, denn beiden – so Christine Götz am Ende – geht es nicht zuletzt um ein „gutes Leben“ für die Menschen.   

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